Tischtennisverein TTC Schwarz Weiss Velbert 1948 e.V.
Geschichte des Vereins
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© 2011 Tischtennisverein TTC Schwarz Weiss Velbert 1948 e.V.

Geschichte des Vereins

Der sportliche Werdegang des Vereins

Ärger und Frust waren im Jahre 1948 der Grund für die Gründung eines neuen Tischtennisvereins in Velbert. Einige junge Burschen, die Spaß am Tischtennis gefunden hatten, konnten ihren Sport nicht ausüben, da sie für den Verein Grün-Weiß Velbert "zu jung" waren und daher am Training nicht teilnehmen durften.
Die einzige Möglichkeit trotzdem spielen zu können, sahen sie in der Gründung eines neuen Vereins. So trafen sich Hans-Willi Bungert, Herbert Wasserloos, Heinz und Willi Bussemas, die Gebrüder Frings, Alfons Haps, Hans-Ulrich Nießen, Klaus Hassel, Robert Hillebrand, Karl Mittelmann, Hubert Fischöder und Heinz Rehmann zur Gründung des TTC Schwarz-Weiß Velbert 1948 e.V. im Wohnzimmer der Familie Frings.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Heinz Bussemas gewählt.

Doch bevor die ersten Ballwechsel stattfinden konnten, waren eine Reihe von Schwierigkeiten zu bewältigen. Es fehlten in dieser Zeit vor der Währungsreform geeignete Spielgeräte und ein entsprechendes Spiellokal. Während die erste Tischtennisplatte noch von Robert Hillebrand gestellt wurde, wurde die zweite Platte in Eigenarbeit hergestellt; deswegen war es auch kein Wunder, daß diese Platte viel zu hart war. Durch Tauschgeschäfte wurden dann Tischtennisplatten und Bälle angeschafft und so konnte der Trainingsbetrieb aufgenommen werden. Im Winter mußten die Vereinsmitglieder abwechselnd eine Tasche Kohlen oder Koks mitbringen, damit im Spielraum bei "Cari" wenigstens eine annehmbare Temperatur herrschte.

Die Aufnahme in den Westdeutschen Tischtennisverband fand am 16. März 1948 statt. Aufgrund guter Ergebnisse aus einer Qualifikationsrunde durfte der erste Meisterschaftsbetrieb bereits in der 1. Kreisklasse aufgenommen werden. Hier wurde nach 3 Jahren die Meisterschaft erreicht, die zum Aufstieg in die Bezirksklasse berechtigte. Auch in der neuen Umgebung wurden wieder gute Ergebnisse erzielt und so konnte die junge Mannschaft bereits nach zwei weiteren Jahren von der Bezirksklasse in die Landesliga aufsteigen. Hier hatte die Mannschaft viel Lehrgeld zu bezahlen und mußte, auch aufgrund der Abstiegsregelung (vier Absteiger), wieder in die Bezirksliga zurück. Dem Abstieg folgte jedoch der sofortige Wiederaufstieg.
Leider konnte die Spielstärke der Landesliga noch immer nicht erreicht werden und so stieg man wiederum ab. Aber nunmehr hatte die Mannschaft genügend Erfahrung gesammelt um nach dem sofortigen Wiederaufstieg die Klasse zu halten.

In der Zeit von 1952 bis 1958 wurden die Heimspiele im Kolpingsaal (Saal des Rheinischen Hofes) ausgetragen. Auf der Tribüne konnten jeweils bis zu 100 Zuschauer begrüßt werden, von denen 0,50 DM eingesammelt wurden.

Als die "holde Weiblichkeit" in das Leben der jungen Spieler trat, wurde kurzerhand auch eine Damenmannschaft ins Leben gerufen. Die Damen Marianne Zantes, Lore Kraft, Anneliese Hillebrand, Maria, Elisabeth und Agnes Frings, Ellen Sommer, Maria Schanne, Hermine Stratmann, Hetti Buschmann und Erika Mittelmann errangen im Kreis Niederberg in den 50er Jahren beachtliche Erfolge. Leider hörte diese Mannschaft zum Ende der 50er Jahre auf zu spielen.

Die Spieljahre 1959/1960 wurden zu den erfolgreichsten des TTC Schwarz-Weiß Velbert. 1960/1961 wurde die erste Herrenmannschaft Vierter in der Sauerlandliga, 1961/1962 belegte sie den vierten Platz in der Ruhrland-Liga, nachdem sie zur Halbzeit noch den ersten Platz vor der TG Witten behauptet hatte.

Für die heutige Zeit undenkbar war die Tatsache, daß zu den Auswärtsspielen mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn gefahren wurde. Während der Zeit in der Landesliga wurde ein Kleinbus für ein Jahr gemietet um die längeren Strecken nach Remscheid, Solingen, Menden, Siegburg usw. zurücklegen zu können. Das Geld für diesen "Luxus" wurde verdient, indem "Zeilengeld" für Spielberichte in der Zeitung eingenommen wurde. Karl Mittelmann, der bei Auswärtsspielen als Manager des Vereins auftrat und dafür freies Essen bekam, zahlte das dadurch gesparte Geld in die Mannschaftskasse ein.

Als die Ligamannschaft in der Spielzeit 1963/1964 durch den Einbau neuer Spieler stark verjüngt wurde, mußte sie wiederum den Abstieg in die Bezirksklasse antreten. Durch den Einsatz der Routiniers wurde aber der Aufstieg in die Landesliga wieder erkämpft. Dem nochmaligen Abstieg folgte in der Spielzeit 1967/1968 nach l6stündigem Turnier der Aufstieg in die Landesliga.
In der Zeit von 1968 bis 1971 gehörte die 1. Herrenmannschaft der Bezirksklasse an. Durch gute Leistungen konnte man ab der Spielzeit 1971/1972 den Verein in der Bezirskliga vertreten.

Lange Zeit nach der Gründung wurde die Spielstärke des Vereins von Spielern bestimmt, die der ersten Mannschaft seit diesem Zeitpunkt bzw. seit 1951 angehörten. Spieler wie Karl Mittelmann, Aloys Frings, Horst Lappe und Siegfried Jendraschik haben viele Jahre nicht nur im Verein, sondern auch im niederbergischen Raum den Ton angegeben.

Zusammen mit Herbert Wasserloos, Hubert Fischöder, Hans-Ulrich Nießen, Hans Schmitz, Robert Humblet, Werner Hackbeil, Helmut Rademacher, Horst Lütsch, Willi Laufenburg, Bruno Adamaschek, Hans Skowronek, Willi Burmester, Gottfried Hahnel und Manfred Bremer spielten sie in der ersten Mannschaft. Diese Truppe ließ sich auch durch mehrmalige Abstiege nicht den Spaß und die Freude an ihrem Sport nehmen. Noch heute, im Jahre 2000, nehmen aus diesem Kreis Karl Mittelmann und Manfred Bremer aktiv am Meisterschaftsbetrieb teil.

Anläßlich des 25jährigen Jubiläums im Jahre 1973 konnte der Verein die Deutsche TT-Pokalendrunde ausrichten. Mit dem Neuzugang Hans Neuhaus trat in diesem Jahr auch ein Spieler in den Verein ein, der für einen neuen Abschnitt im sportlichen Bereich sorgte. Zusammen mit Manfred Bremer, Michael von der Höh, Heinz Jakob, Günter Schulte und Dieter Behrens konnte die Mannschaft gute Plazierungen erreichen und es wurde der Aufstieg in die Landesliga erreicht.

Durch den Übertritt von 2 kompletten Damenmannschaften des TTC Heiligenhaus und durch Zuwachs im Bereich der unteren Senioren- und Jugendklassen konnte der Verein insgesamt 12 Mannschaften mit guten Erfolgen am Spielbetrieb teilnehmen lassen.
In der Saison 1974/1975 verfehlte die Damenmannschaft nur knapp den Titel eines Westdeutschen Pokalmeisters auf Kreisebene. Die Jugendmannschaft wurde 1976 ungeschlagen Kreismeister und im Jahr 1977/1978 Bezirksmeister und damit Teilnehmer an der Westdeutschen Meisterschaft.

Bei den Herren sorgten Spieler wie Neuhaus, Sangershausen, Hüls, Kremer, Bentkowski, Haese, Alsenz, Sebastian, Krause, Boden, Spieß, Jakob, Schulten, Rech, von der Höh, Schwalfenberg u.a. in der Spielzeit 1976/1977 für Furore, so daß durch den zusätzlichen Beitritt von Heinz Blömecke im Jahre 1977 sowohl die erste Mannschaft ihren Landesliga-Spitzenplatz erhalten, als auch die unteren Mannschaften dank der personellen Verstärkungen Autstiege verbuchen konnten, die auch im geselligen Kreis entsprechend gefeiert wurden.

Mit den Spielern Blömeke, Neuhaus, Schillen, Sebastian, Schwalfenberg und Spieß wurde die Saison 1979/80 zur bisher erfolgreichsten des Vereins, der Aufstieg in die Verbandsliga konnte erreicht werden. Gleichzeitig schaffte die 2. Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga und die 3. und 4. Mannschaft konnten in der Kreisklasse ebenfalls in die nächste Klasse aufsteigen. Der Titel im 3er Pokal- Wettbewerb auf Landesligaebene wurde nur knapp verpaßt.

Durch diese Erfolge wurden jedoch auch finanzielle Forderungen an den Verein gestellt, die dieser nicht zu zahlen bereit war. Der Sport sollte auch weiterhin aus Spaß betrieben und der Erfolg nicht mit finanziellen Mitteln erkauft werden. So verließen Spieler wie Blömeke, Klauke, Schillen, Kühn den Verein und folgten den "Lockrufen" der Konkurrenz. Die Abstiege der 1. Mannschaft in die Landesliga und der 2. Mannschaft in die Kreisliga waren daher nicht vermeidbar. Die Damen verließen den Verein aus den unterschiedlichsten Gründen.
Geblieben war aber der Idealismus und die Begeisterungsfähigkeit der Jugend als Grundlage für eine positivere Entwicklung in der Zukunft.

Mit dem Spielertrainer Martin Ossowski, einem ehemaligen Oberligaspieler, konnte dann im Jahre 1984/1985 mit einer jungen Mannschaft der souveräne Aufstieg mit 41: 3 Punkten in die Landesliga erreicht werden. Die Mannschaft spielte in der Aufstellung: Ossowski, Schwalfenberg, Kühn, Kreidler, Rosendahl und Uloth. Auch im 3er Pokal auf Bezirksebene konnte sich die 1. Mannschaft in der Besetzung Ossowski, Schwalfenberg, Kühn und Kreidler erfolgreich in Szene setzen. Sie erreichte die Endrunde und konnte erst im Endspiel gestoppt werden. Der Titel eines Westdeutschen Vizepokalmeisters auf Bezirksebene war der verdiente Lohn.

Die 2. Herrenmannschaft schaffte ebenfalls den Aufstieg und spielte ab der Saison 1985/86 in der Bezirksklasse. Dieser Erfolg konnte mit folgenden Spieler erreicht werden: Uloth, Pimiskern, Macek, Buchwald, Rademacher und Potzenhardt.

So war der TTC SW Velbert in der Saison 1985/86 von der Landesliga bis zur 3. Kreisklasse in jeder Spielklasse vertreten. Von den Spielern der 1. und 2. Mannschaft waren 11 der 12 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hervorgegangen. Diese Tatsache verdeutlicht, daß die Entscheidung zur intensiven Jugendarbeit richtig gewesen ist.

Die Spielserie 1985/86 konnte die 1. Mannschaft in der bergischen Staffel mit einem 5. Platz abschließen. Im folgenden Jahr konnte man sich mit Michael Wiegel (Essen-Frintrop) noch verstärken und hoffte auf einen Aufstiegsplatz. Die Mannschaft mußte jetzt jedoch in der stärkeren Essener Gruppe antreten und erreichte hier ebenfalls den 5. Tabellenplatz.

Nach dem Weggang der halben Mannschaft wurde für die Spielzeit 1987/88 nur der Klassenerhalt zum Ziel gesetzt. Die Mannschaft wurde mit Spielern des eigenen Nachwuchses aufgefüllt und trat mit folgenden Spielern an: Schyra, Mendorf, Wiegel, Pimiskern, Uloth und Schwalfenberg.

Die 2. Mannschaft stellte sich mit folgender Mannschaft den Aufgaben in der Bezirksklasse: Langenhof, Rademacher, Potzenhardt, Neufeld, Macek und Buchwald.

Nicht alle eingesetzten jungen Spieler erreichten jedoch die für diese Klassen erforderliche Spielstärke und so setzte die sportliche Talfahrt ein. Der Verein war auch weiterhin nicht gewillt, die finanziellen Forderungen einiger Spieler zu erfüllen oder neue spielstarke Spieler "zu kaufen". Leider kam es dadurch zu Abgängen von sehr guten Spielern (Schwalfenberg, Schyra u.a.), denen der Verein keine entsprechenden sportlichen Perspektiven bieten konnte. Einige Spieler beendeten aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen ihre aktive Laufbahn. So konnte die 1. Mannschaft die Abstiege bis zur Bezirksklasse im Spieljahr 1988/89 nicht verhindern.

Die 2. Mannschaft konnte die Saison 1988/89 nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse im Vorjahr mit einem Mittelplatz in der Kreisliga abschließen.

Der sportliche Verlauf der Saison 1989/90 ließ auf bessere Zeiten hoffen. Die 1. Mannschaft erreichte den 2. Tabellenplatz in der Bezirksklasse Gruppe 1. Der mögliche Aufstieg in die Bezirksliga durch ein Entscheidungsspiel gegen den 2. der Gruppe 2 wurde jedoch leider nicht erreicht.

Die 2. Mannschaft konnte sich in der Kreisliga gut behaupten.

Zu einem sportlichen Eklat führte die Saison 1990/91. Nachdem 4 Spieler der 1. Mannschaft eine Woche vor Beginn des Spielbetriebes erklärten nicht mehr spielen zu wollen, mußte die Mannschaft zurückgezogen werden. Die neuformierte 2. Mannschaft erreichte in der Kreisliga nur einen für alle Beteiligten enttäuschenden Mittelplatz.

Auch in der Spielzeit 1991/92 konnten keine neuen Akzente gesetzt werden. Die 1. Mannschaft belegte einen Tabellenplatz im oberen Drittel und die 2. Mannschaft musste sogar in die Kreisklasse absteigen.

In den folgenden 2 Jahren spielte die 1. Mannschaft in der Kreisliga immer eine gute Rolle und konnte sich stets einen Spitzenplatz in der Abschlusstabelle erkämpfen. Der Aufstieg in die Bezirksklasse wurde jedoch erst durch den 2. Platz in der Saison 1994/1995 erreicht. Durch den 2. Platz in der Aufstiegsrunde konnte das Ziel "Bezirksklasse" erreicht werden. Von diesem Aufstieg profitierte auch noch die 3. Herrenmannschaft. Mit dem 3. Platz in der 1. Kreisklasse erspielte sie sich die Berechtigung, den durch den Aufstieg der 1. Mannschaft freigewordenen Platz in der Kreisliga zu besetzen.

2 Aufstiege in einer Spielzeit hatte es für den Verein schon länger nicht mehr gegeben. Dieser Freude über den Erfolg folgte in der Spielzeit 1995/1996 allerdings sofort die Ernüchterung. Die 1. Mannschaft musste feststellen, dass mit den vorhandenen Spielern diese Klasse einfach eine Nummer zu groß war. Mit dem letzten Tabellenplatz war der Abstieg nicht zu verhindern. Für die 3. Mannschaft war die Kreisliga ebenfalls zu stark und sie stieg wieder ab.

Durch einige unnötig erscheinende Niederlagen wurde in der Spielzeit 1996/1997 durch die 1. Mannschaft zwar nicht der direkte Aufstieg, jedoch die Aufstiegsrunde erreicht. Der hier erreichte 3. Platz berechtigte leider nicht zum Aufstieg, und so ist die 1. Mannschaft auch in dem Spieljahr 1997/1998 in der Kreisliga vertreten.

In den letzen fünf Jahren ging es immer wieder auf und ab. So wurde in der letzten Saison 2002/2003 soeben mit der 1. Mannschaft die Bezirksklasse gehalten. In der laufenden Saison gehen wir jedoch hier mal wieder mit zwei Mannschaften ins Rennen. Die 2. Mannschaft hat den Aufstieg von der Kreisliga A in die Bezirksklasse geschafft. Mal sehen, ob sich beide Mannschaften halten können. Die 3. Mannschaft spielt in der Kreisliga A, die 4. Mannschaft in der Kreisliga B und die 5. Mannschaft in der 1. Kreisklasse. So ist im zweiten Jahr in Folge keine Mannschaft in der untersten Spielklasse vertreten.